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Kuba
Neuaufbruch Kuba
Lesen Sie hier die ersten Eindrücke unserer Schwestern von Kuba!
Havanna, den 21. Januar 2011
Wir sind jetzt schon zwei Wochen in Kuba, und es war schon ein richtiges Abenteuer.Als wir am Flughafen ankamen, erfuhren wir, dass unser Konvent (gemeint: die Wohnung für den Konvent) noch nicht fertig ist. So fanden wir Unterkunft in einem Konvent bei sehr netten Schwestern, die ein Heim für mehr als 360 ältere Männer und Frauen haben. Sie sorgen für ihre Bewohner mit großer Liebe unter sehr schwierigen Bedingungen. Eine Atmosphäre großer Freude herrscht in diesem Haus. Wir sind dankbar für die Tage, die wir mit ihnen leben durften. Jetzt wissen wir aus erster Erfahrung, wie religiöses Leben in Kuba gelebt wird. Die Schwestern haben uns mit offenen Armen und Herzen willkommen geheißen.
Die Fenster für unseren Konvent sind noch nicht da, auch im Seminar fehlen noch viele. Sie sind auf einem Schiff auf dem Weg von Santo Domingo nach Kuba. Jedes Mal, wenn wir am Golf von Mexiko vorbeifuhren und ein Schiff sahen, sagten wir: „Vielleicht kommen da unsere Fenster!“ Wir werden das sicher noch eine Zeitlang sagen, da die Zeitzusagen von Dominican/Cuba und USA/Deutschland sehr unterschiedlich sind. Niemand scheint sich hier über die Wartezeiten zu wundern, so werden wir es auch nicht tun. Wir haben gute Zimmer im Theologietrakt und dort einen provisorischen Konvent.
Die Seminaristen sind eine wunderbare Gruppe von jungen Männern. Sie sind sehr ähnlich wie die Seminaristen in den USA, froh, großzügig und mit viel Humor. Father Tony, der Rektor, ist ein großartiger Leiter und Lehrer.
Da wir noch keine Fenster haben, essen wir mit den Seminaristen in deren Speisesaal. Father Tony hat jede von uns einem Tisch zugeteilt, so dass wir von den Seminaristen Spanisch lernen und eine gute Gelegenheit haben, die jungen Männer kennen zu lernen. Schwester M. Wiltrauds Tisch ist der lebhafteste. Wir haben gedacht, sie lernt Spanisch, aber in Wirklichkeit, so sagte uns einer der Seminaristen, bringt sie den Seminaristen Englisch bei.
Wir versuchen alles, um die Sprache und die Kultur kennen zu lernen. Die Menschen sind liebenswürdig, freundlich und offen. Die Frauen, mit denen wir arbeiten, grüßen uns bei jeder Begegnung mit einer Umarmung. Sie haben ein schweres Leben und einen weiten Weg zur Arbeit. Die Priester hier versuchen alles, um ihnen zu helfen.
Wir werden als Verantwortliche in verschiedenen Bereichen arbeiten: Schw. M. Seraphica in der Hausreinigung, Schw. Eva-Maria in der Waschküche, Schw. M. Philippa in der Küche und Schw. M. Wiltraud in der Sakristei. Da Schw. M. Seraphica gut Spanisch spricht, ist sie die Erstverantwortliche für die Aufgabenbereiche und Ansprechperson für den Rektor, die Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und andere.
Schw. M. Wiltraud wird uns zeigen, wie wir als Verantwortliche in unseren Bereichen zu arbeiten haben und in unserem Apostolat nach unserem franziskanischen Charisma und unserer Tradition helfen können. Sie wird auch die Seminaristen in der Sakristei anleiten, damit sie die rechte Form lernen. Schw. M. Philippa wird Keyboard spielen und den Seminaristen bei der Gestaltung der Liturgie helfen und auch einigen das Keyboard-Spielen beibringen. Schw. Eva-Maria wird Computerunterricht erteilen. Es sind noch keine Computer da. Sie sind vielleicht auch auf dem Schiff mit den Fenstern, aber sie werden kommen.
Schw. M. Seraphica und Schw. M. Philippa sind am Samstag in einer kleinen Pfarrei, einer Art „Missionskirche“ in der Nähe des Seminars, in der Katechese für Kinder und junge Menschen tätig. Es ist eine arme Mission. Die katechetische Arbeit ist sehr wichtig, weil es in der Gegend wenige Katholiken gibt.
Im Ganzen sind wir gesegnet mit einem wunderbaren Hirten, Kardinal Ortega Alamino, mit vielen Priestern, Religiösen und Laien, die uns helfen wollen und auch den zukünftigen Priestern von Kuba, die aus elf Diözesen kommen. Die Kirche in Kuba ist ganz lebendig, und wir sind gesegnet, weil wir ein Teil davon sein dürfen.
Wir hoffen, dass wir von Zeit zu Zeit schreiben können. Die Kommunikation ist schwierig, aber wir werden Dank der Gnade Gottes und der Güte der Menschen in Kuba einen Weg finden.
Ihre dankbaren Schwestern des Konventes „Jungfrau der barmherzigen Liebe von Havanna"
Schwester Eva-Maria, Schwester M. Wiltraud, Schwester M. Philippa, Schwester M. Seraphica
Die ersten Photos von unseren Schwestern auf Kuba sehen Sie hier:
Aussendungsfeier der Schwestern am 09. Januar 2011 im Mutterhaus Thuine
Abreise der Schwestern nach Kuba am 10. Januar 2011
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