Master - Thuiner Franziskanerinnen
Master - Jene die Leid ertragen klein

Ewige Profess am 18. Dezember 2010

 

Hier werden Sie weitergeleitet zu den Photos von der Feier.

 

Lesen Sie hier einiges von und über Schwester Maria Christin und Schwester Maria Clara:
 

Schwester Maria ChristinIch bin im November 2001 in die Gemeinschaft der Thuiner Franziskanerinnen eingetreten.   
Vor meinem Eintritt habe ich eine Ausbildung zur Hauswirtschaftsleiterin absolviert und einige Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Obwohl mir diese Arbeit viel Freude bereitet hat, setzte bei mir die Überlegung ein, ob dies alles ist. In meiner Suche nach „mehr“ ging mir auf, dass Gott in meinem Leben gegenwärtig ist. Langsam spürte ich, dass eine Sehnsucht in mir immer größer wurde, die nur Gott erfüllen kann. In dieser Zeit führte mich mein Weg u. a. gelegentlich in die Klosterkirche nach Thuine, in der ich gern betete und die Eucharistie mitfeierte, ohne an einen Eintritt zu denken.

Nach einer intensiven Phase, auch des Gebetes, kam mir dann irgendwann der Gedanke an einen Ordenseintritt. Am Anfang habe ich diesen Gedanken wieder verworfen, doch er kam hartnäckig immer wieder. Ich habe dann ernsthaft erwogen, ob dieser Schritt für mich wirklich in Betracht kommt.

Im Jahr 2001 hatte ich dann Klarheit. Mein Weg führte nach Thuine.
Dann begann für mich die Ordensausbildung; im Jahr 2005 habe ich meine erste Profess abgelegt und die Gelübde jährlich erneuert.

Ich bin dankbar für die Zeit des Ringens und für die daraus gewachsene Entschiedenheit, die Freude und den Frieden. Am 18. Dezember 2010 werde ich die ewige Profess ablegen, um mich endgültig an Gott in dieser Gemeinschaft zu binden.

Schwester Maria Christin Böker




Schwester Maria ClaraAm 18. Dezember heißt es „für immer“ … . Wie es zu diesem „für immer“ gekommen ist, möchte ich kurz berichten:

Seit meiner Zeit im Kindergarten haben mich Thuiner Schwestern im Leben mehr oder weniger begleitet: In der Schule durch Seelsorgestunden, während der Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung und später in der Ausbildung zur Krankenschwester. Aber mir ist dabei nie in den Sinn gekommen, selbst eine Franziskanerin vom hl. Martyrer Georg zu werden.

In der Vorbereitung auf die Firmung wuchs mein Glaube aus den „Kinderschuhen“. Als Jugendliche lebte ich wie andere Jugendliche auch, obwohl mir unbewusst noch etwas fehlte. Aber ich wusste nicht, was.

Durch die Teilnahme an Jugendvespern im Dom, religiöse Ferienwochen … lernte ich junge Menschen kennen, denen der Glaube so viel bedeutete, dass sie ihn konkret im Alltag lebten, indem sie z. B. Rosenkranz beteten oder regelmäßig beichteten. Das hat mich damals sehr beeindruckt. Eines Tages wurde mir bewusst, dass Jesus mich so liebt, wie ich bin, mit allen Schwächen, Fehlern und sogar Sünden. Und nichts bringt ihn davon ab, mich zu lieben und mich mit allem anzunehmen. Drei Jahre später, ich weiß heute noch den Kieselstein, ging mir meine Berufung auf. Gleichzeitig wusste ich, dass ich diese Berufung als Thuiner Schwester leben wollte. Somit hatte ich nun meinen fehlenden „Baustein“ entdeckt. Innerlich wurde ich ruhig, zufrieden, glücklich und unendlich dankbar.

Seit meinem Eintritt sind nun schon acht Jahre vergangen, und ich habe diesen Schritt, in das „Wagnis Gottes“ einzutreten, nicht bereut. Sicher, das Leben ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich! Gott ist es wert. Im Laufe der Zeit wuchs der Wunsch in mir immer mehr, Gott ganz zu gehören.

In der Gemeinschaft der Thuiner Franziskanerinnen möchte ich dieses Leben leben und freue mich, am 18. Dezember 2010 in der ewigen Profess dieses „für immer“ versprechen zu dürfen.
Das kann ich nur, weil Gott zuerst sagt: „Ich traue dich mir an auf ewig“ (Hos 2, 21), denn „mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt“ (Jer 31,3).

Schwester Maria Clara Berelsmann

Kongregation der Franziskanerinnen vom hl. Martyrer Georg zu Thuine . Klosterstr. 14 . 49832 Thuine . Fon 05902-5010