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Ein Rundgang durch die Christus-König-Kirche
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Die Christus-König-Kirche wurde im Jahr 1928 /1929 erbaut und vom damaligen Nuntius Pacelli, dem späteren Papst Pius XII, geweiht.
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Die 1881 gebaute erste Klosterkirche wurde bald zu klein, so dass man sich zu einem Neubau entschloss. Der Neubau liegt gegenüber der alten Klosterkirche, der jetzigen Georgskapelle und fügt sich als Klinkerbau harmonisch in die gesamte Klosteranlage ein.
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Eine Klosterkirche steht im Dienst einer Ordensgemeinschaft, die besonders dem Lob Gottes verpflichtet ist. Das Chorgestühl im Altarraum weist auf das Stundengebet (Breviergebet) hin. Dieses Gebet wird von Priestern und Ordensleuten im Namen der Kirche gebetet, in unserer Gemeinschaft 4 mal täglich. Es besteht vor allem aus dem Psalmengebet, das die Beter seitenweise abwechselnd sprechen, um den Verkündigungscharakter des Wortes Gottes deutlich zu machen.
Es fehlt ein Taufbrunnen, denn die Profess wurzelt in der Taufweihe, d.h. Ordensleute leben in der Entschiedenheit ihres Taufgelübdes. Statt dessen befindet sich über dem hinteren mittleren Hauptportal ein Glasfenster, das den Heiligen Geist darstellt in der Form einer Taube. Diese Darstellung erinnert an die Taufe Jesu im Jordan. Damals „öffnete sich der Himmel und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden“. (Lk 3,21-22)
Ein drittes Merkmal, das auf eine Klosterkirche hinweist, ist der Portikus an den Längsseiten der Kirche, der dem Kreuzgang alter Klostekirchen vergleichbar ist.
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Die Grundaussage der Kirche
Das Grundkonzept der Kirche bringt den Lebensweg des Menschen zum Ausdruck vom Eintritt in die Welt (hinteres Hauptportal) bis zur Glorie des Himmels (thronender Christus mit Engeln und Heiligen). Die Farbe Grau im Kirchenschiff verdeutlicht die Erdenschwere des Alltags. Doch das Licht kommt von oben, wo sich das Grün der Hoffnung durchsetzt. Das Licht fällt durch lanzettenartig geformte Fenster in den Kirchenraum. Diese Fenster tragen im oberen Teil das Bild von Heiligen, zu denen unsere Gemeinschaft eine besondere Beziehung hat. Links die heiligen Frauen, rechts die heiligen Männer:
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Der Weg hin zum Ziel Jesus Christus wird in Augenhöhe begleitet von Kreuzwegstationen. Diese machen uns bewusst, dass in all unseren Leiden des Alltags Christus mit uns leidet und den Weg bis zur Vollendung mit uns geht.
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Das Christus-König-Bild
Der Blick des Betrachters ist gleich beim Betreten der Kirche vom Hochchor gefangen. Über fast quadratischem Grundriss erhebt sich faltenreich gegliedert ein hohes kuppelartiges Gewölbe. Wand- und Gewölbeflächen sind mit feuerzungen-ähnlichem Rautenmuster glühend farbig gefasst, unten dunkelrot, zur Höhe heller bis goldgelb. Inmitten der lodernden Farben erstahlt hinter dem Sakramentsaltar Christus als König. (Mosaik aus 130000 Steinchen, über 500 Farbabstufungen, 8 m hoch, 3,75 m breit)
Der Künstler Georg Poppe sagt selber zu diesem Bild: “Über den Wolken thront mit segnender Gebärde Christus, der König. In strengen Falten umhüllt der rote Mantel der Liebe seine mächtige Gestalt. Die ... Stola weist auf den Hohenpriester hin. Auf dem Haupte trägt er die Krone der drei Reiche Himmel, Erde und Unterwelt. Sein Fuß ruht auf der Weltkugel, über der als Zeichen des Friedens der Regenbogen sich wölbt, während der Fürst des Unfriedens in Gestalt des zu St. Georg gehörenden Drachens geschlagen am Boden sich krümmt. Die beiden hl. Patrone, St. Georg (Patron der Thuiner Pfarrkirche und unserer Ordensgemeinschaft) und St. Elisabeth (erste deutsche Franziskaner – Tertiarin) stehen als Paladine des Königs zu seiner Rechten und zu seiner Linken. Um des Herrn überragende Größe sichtbar zu machen sind sie kleiner als er ....“
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Weitere Sehenswürdigkeiten der Kirche
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In der hinteren Hälfte der Kirche finden wir in einer Nische auf der linken Seite die Gestalt eines jungen Mädchens, der hl. Columba. Sie ist eine Märtyrerin des 3. Jahrhunderts und wird in unserer Gemeinschaft traditionell besonders verehrt.
Auf der rechten Seite ist ein Vesperbild der schmerzhaften Mutter.
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Links vor dem Altarraum sehen wir Maria, die Mutter Gottes, die ihre Hand schützend über ihr Kind Jesus und die Erdkugel, die er in der Hand trägt, hält.
In gleicher Weise hält der hl. Josef auf der gegenüberlie- genden Seite seine Hand schützend über eine Lilie, das Symbol der Reinheit.
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Die marmornen Embleme rechts an der Längs-wand symbolisieren die vier Evangelisten und erinnern an die Kanzel, die bis zur Renovierung der Christus-König-Kirche im Jahre 1986 hier angebracht war.
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Die Anbetungskapelle
Auf der linken Seite befindet sich ein Gittertor aus Messingprofilen. In kunstvoller Feinarbeit sind Situationen aus dem Leben des hl. Franziskus dargestellt.
Dieses Tor führt zur Anbetungskapelle. Hier ist das ALLERHEILIGSTE Tag und Nacht zur Anbetung ausgesetzt. 24 Stunden täglich beten hier zwei Schwestern.
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Zum Schluss noch einige Namen und Daten
1928/ 1929: Bau der Christus-König-Kirche, Architekten: Hans Rummel (1872–1952) und sein Bruder: Christoph Rummel (1881- 1961) geistl. Berater: P. Fidelis Schumacher OFM (1874 – 1939) Maße Innenraum 45,00 m x 16,00 m Höhe Innenraum 15,00 m Kirchturmhöhe 41,00 m Christus-König-Bild: Entwurf: G. Poppe (1883-1963) Frankfurt /M Ausf. Künstler: Fa Puhl und Wagner, Gottfried Heinersdorff, Berlin – Treptow, Goldschmiede- u. Bronzearbeiten am Hochaltar: K. B. Berthold, Frankfurt/ M Fenster, Kreuzweg, Engelsdarstellungen an den Wänden: Prof. Linnemann, Frankfurt/ M Messingtor: P. Gregor Hexges, OFM
1986: Erweiterung der Anbetungskapelle Freilegung der übertünchten Wandbemalung des Chorraumes Neugestaltung des Altarraumes nach Richtlinien des 2. Vatikanischen Konzils
Restaurierungs-und Umbauarbeiten: Architekt: W. Teckentrup (*1936), Rheda –Wiedenbrück Gestaltung von Opferaltar, Ambo, Medaillons am Chorgestühl, Kerzenleuchter: J. Baron (*1920), Unna-Hemmerde Malerarbeiten: Fa. Ochsenfarth 4 Fenster Anbetungskapelle: Kirchenmaler H. Gottfried, *1929, Bergisch-Gladbach
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Kongregation der Franziskanerinnen vom hl. Martyrer Georg zu Thuine . Klosterstr. 14 . 49832 Thuine . Fon 05902-5010
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